Was ist Achtsamkeit?

Alle reden davon – doch wissen alle was es genau heißt, achtsam zu sein? In diesem Artikel erfährst du die Grundelemente der Achtsamkeitspraxis und wie du sie anwenden kannst.

Während die Buddhisten bereits vor 2.600 Jahren Achtsamkeit gelehrt und praktiziert haben, haben wir Westler erst vor ein paar Jahren (im nicht-medizinischen Umfeld) mit eingestimmt. 2019 hat England sogar (probeweise) „Mindfulness“ (z. dt. Achtsamkeit) als Unterrichtsfach an britischen Schulen eingeführt und auch Deutschland diskutiert bereits in dieser Richtung.

Das „Arbeitsmaterial“ der Achtsamkeitspraxis ist dein Verstand

Apropos „Mindfulness“. Um den Begriff „Achtsamkeit“ näher zu betrachten und zu verstehen, kann uns die englische Übersetzung unterstützen – diese beinhaltet nämlich das „Arbeitsmaterial“ der Achtsamkeitspraxis: Den „Mind“, unseren Verstand.

Unser Verstand ist permanent beschäftigt. Neben sehr nützlichen Gedanken, produziert er aber auch jede Menge Unsinn und bewertet und beurteilt pausenlos alles was ihm so für die Füße fällt. Super anstrengend, wie ich finde. Aber oft merken wir gar nicht, dass es uns anstrengt und deshalb lassen wir ihn einfach machen.

Der Verstand läuft auf Autopilot so nebenher und wenn du es nicht besser weisst, lässt du ihn pausenlos ins Pedal treten. Möchtest du dich allerdings in Achtsamkeit üben, ist der eigene Verstand dein persönlicher Bezugspunkttippe ihn an, wie eine Person von der du gerne die Aufmerksamkeit hättest.

Sei präsent und wach. Atme tief ein und aus und schau dich um

Stelle dir diesen Moment wie eine kurze Pause oder eine Unterbrechnung deiner üblichen Gedankenströme vor. Sei präsent und wach. Atme tief ein und aus und schau dich um. Was umgibt dich gerade? Was siehst du gerade? Beschreibe deine Wahrnehmungen in diesem Moment – nur das was aktuell gegenwärtig ist.

Der Schlüssel zur Achtsamkeit

Dieses bewusste Wahrnehmen ist der Schlüssel zur Achtsamkeit. Eine wertfreie Beobachterrolle einnehmen und den gegenwärtigen Moment wahrnehmen. Je öfter du in dieses Bewusstsein gehst, desto einfacher wird es, immer wieder dorthin zurück zu kehren und es als Instrument ganz individuell für dich zu nutzen.

HIER geht es zum Artikel Bewusstes Wahrnehmen als Schlüssel zur Achtsamkeit.

Konsequent im JETZT

Die Gegenwärtigkeit spielt in der Achtsamkeit eine sehr große Rolle. Denn in deiner Achtsamkeit bist du konsequent im JETZT, im jetzigen Moment. Du grübelst nicht, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Wenn du achtsam bist, nimmst du wahr was gerade ist oder was in dir geschieht. Das was du wahrnimmst bewertest du nicht in „gut“ oder „schlecht“ – du lässt es einfach sein, genau so wie es eben ist. Das ist Achtsamkeit.

Weine nicht über die Vergangenheit, sie ist vergangen.
Stresse dich nicht wegden der Zukunft, sie ist noch nicht passiert.
Lebe im gegenwärtigen Moment und gestalte ihn so angenehm wie möglich.

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